|
Kurzbeschreibung
|

Es ist schizophren: Nie gab es mehr Kinder mit lebenden Großeltern und Urgroßeltern als heute, dennoch entnehmen die meisten jüngeren Menschen ihr Wissen über die ältere Generation hauptsächlich aus dem Fernsehen. Das dort Erfahrene wird viel zu selten im Gespräch mit Zeitzeugen, durch deren persönliche Erlebnisse und Erfahrungen ergänzt. Der Wandel in unserer Gesellschaft hat vielerorts zu einem Nebeneinander der Generationen geführt. Das gegenseitige Verständnis bleibt oft auf der Strecke. Eine von vielen Möglichkeiten um den Dialog zwischen alten und jungen Menschen zu fördern, wird mit dem Projekt Senioren in Schulen und Kindergärten aufgegriffen.
Hierfür ging das Seniorenbüro zunächst auf die Grundschule Katzenelnbogen zu und hat dort angeboten, den Unterricht mit mehreren Seniorinnen und Senioren zu begleiten.
Die Schule griff dieses Angebot dankbar auf und durchforstete den Lehrplan für das 3. und 4. Schuljahr. Tatsächlich ergaben sich in den Erfahrungsbereichen "Zeit", "Arbeit und Produktion", "Pflanzen" sowie "Wohnen" Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Folgende Themen boten sich an: "Dokumente aus früheren Zeiten", "Mein Heimatort früher und heute", "Sagen, Legenden, Geschichten", "Lieder und Gedichte des Heimatraums", "Alte Stadtansichten", "Abhängigkeit älterer und neuerer Bauwerke", "Die Entwicklung von Werkzeugen und Maschinen" und "Nutzpflanzen kennen lernen".
Diese Themen wurden interessierten älteren Menschen mit der Bitte um Mitteilung an die Hand gegeben, welcher Beitrag zur Unterrichtsgestaltung von dort konkret erbracht werden könnte. Dabei bekamen sie bereits Beispiele wie das Vorführen alter Kleidung oder alter Maschinen, den gemeinsamen Dorfrundgang, das Zeigen eines Fachwerkhauses oder den gemeinsamen Museumsbesuch genannt.
Des
Weiteren wurden Seniorinnen und Senioren auf einem Erzählseminar des Jugendamtes geschult. Nach Absolvierung diese s Seminars erhielten alle Kindergärten der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen die Nachricht, dass sie ältere Menschen zur Mitgestaltung ihrer Gruppenarbeit "abrufen" könnten.
|